Tue, 13 Apr 2021 04:43:37 +0200

Weebly

Mon, 12 Apr 2021 10:22:04 GMT

https://tackling.tv/blog/wann-darf-sich-ein-fan-als-fan-bezeichnen

Picture

Was bedeutet das Wort überhaupt, „Fan“? Eine kleine Suche im Internet ergab folgendes:
 
Herkunft: „Bei dem Wort handelt es sich um eine seit dem 20. Jahrhundert bezeugte Entlehnung des gleichbedeutend englischen Fan, einer Kurzform vom Substantiv fanatic‚ Fanatiker, Schwärmer.
Sinnverwandte Wörter: Anhänger, Bewunderer, Gefolgsmann, Getreuer, Groupie, Supporter, Sympathisant, Tifoso, Verehrer.
Wenn man aber die verschiedenen FCL-Foren im Internet durchstöbert, müsste folgendes ergänzt werden; alles akzeptierender, nie kritisierender, nichts hinterfragender, überall blindlings folgender und zu guter Letzt der Modefan.
 
Nein! Natürlich darf man da nicht alle in den gleichen Topf schmeissen.
 
Aber diese Fragen dürfen gestellt werden, ab wann darf man sich als ein Fan bezeichnen?
 
Ist man jetzt nun mehr Fan des FCL, weil gewisse sich schon seit 40 Jahren, als Anhänger bezeichnen dürfen und der 25 Jährige Bewunderer und Supporter ist weniger Fan, weil er gezwungenermassen noch nicht diese Zahlen auf seinem Buckel vorweisen kann?
Ist jemand jetzt der grössere Fan des Klubs, da er sich als getreuer Gefolgsmann jedes Spiel im Stadion anschauen kann, als der Verehrer und Sympathisant, vor dem TV-Gerät?
Darf man den eigenen Lieblingsverein nicht kritisch beurteilen, ohne gleich als „ausgestossener“ betitelt zu werden?
 
Die Meinungsfreiheit, das grösste Gut unserer Gesellschaft, gerät dann bei vielen schnell in Vergessenheit.
 
Ziehen wir das Beispiel „Tippspiel“ zu Rate.
Fast niemand mehr getraut sich noch „gegen“ den FCL zu Tippen, sollte der Gegner vielleicht YB, Basel oder Espanyol heissen.
„Was besch au Du före Fan!?“ so der Tenor, falls man es wagen sollte, seine persönliche Meinung im Kommentar zu hinterlassen, und dieser sich auf einen nicht siegreichen FCL beziehen könnte.
Genau das gleiche Bild zeichnet sich bei einem schlechten Spiel, gefolgt in einer wo möglichen Niederlage des FCL ab. Werden dann die gezeigten Leistungen der Spieler oder Entscheide des Trainers selber in Frage gestellt, heisst es: „Warum bist dann DU nicht Trainer oder Spieler? Mach es doch besser!“
Der gesamte Spieler und Trainer-Staff sind Personen des öffentlichen Lebens und dürfen von Fans kritisch beäugt werden. Kritik und Beleidigungen werden aber dann schnell verwechselt und vermischt.
 
Heiss geführte Pyro-Diskussionen. (Vor Corona)
 
„Ehr send doch kei Fans, Ehr schadet nor im Verein!!!“
„Immerhin möchet mer Stimmig im Stadion ond ehr möchet gar nüt!!“
 
Diese Geschichten sorgten immer wieder für „Zündstoff“. Die Meinungen sind auch heute noch klar gespalten. Für die einen ist der Fall klar, Pyros gelten offiziell als verboten im Stadion, für die anderen zählt es zur reinen Fussball-Fan-Kultur. So oder so, entsteht ein wenig der Eindruck, die rückläufigen Zahlen der Zuschauer könnten einen Zusammenhang haben in der „Uneinigkeit“ der Fans. Es gibt nicht viele Fussballvereine in der Schweiz die gleich 2! Dachorganisationen der Fanszenen für sich beanspruchen. Das wiederspiegelt ein wenig die These der „Abspaltung“.
 
 
 Der Modefan war schon immer da und ist auch nicht wegzudenken.
 
Das Wort Modefan ist im heutigen Fussball-Jargon nicht mehr wegzudenken. Von diesem wird meistens berichtet, wenn der Klub gerade auf Wolke Sieben schwebt. Dann ist der Modefan auch plötzlich im Stadion, an vorderster Front und auf den Sozialen Medien, meist Top informiert zu finden. In diesen Zeiten, den FCL mit einem Virus zu Vergleichen hört sich in erster Linie verrückt an, doch dieser Modefan ist nichts anderes als ein Schwärmer, der wieder mit dem FCL-Virus infiziert wurde.
 
„Fan“ ist wohl die bekannteste Abkürzung für „Fanatiker“.
 
Fanatiker beschreibt den Fan in all seinen Facetten. Im positiven wie negativen.
Für jemanden der praktisch den ganzen Tag an seine blau-weissen Farben denkt, in FCL-Bettwäsche schlafen geht, ja sogar sein letztes Hemd für den Klub seines Herzens her schenkt, um ein Ticket oder Autogramm zu ergattern. Da gibt es aber noch die einzelnen, die den Fanatismus gewaltsam Ausleben. Laut dem FCL-Geschäftsbericht 2019 geht hervor, dass der FCL 46‘000 CHF Schaden am und im Stadion, durch die eigene „Anhänger“ zu berappen hat. (Diese Zahl bestätigte Richard Furrer auf Anfrage von Tackling.)
 
Um auf die Fragen vom Anfang zurück zu kommen.
In dieser von Corona -zerfressenen Zeit braucht es DEN FAN! Und das sind wir ALLE!
 
Vom 68 Jährigen Cupspielsieg-Bewunderer und Supporter von 1966 bis zum 17 Jährigen Anhänger, der gerade sein erstes Saison-Abo gekauft hat.
Von Jedem Verehrer und Sympathisant, der an jedem Heimspiel (und auch an Auswärtsspielen, vor Corona) anzutreffen ist, bis zum getreuen Gefolgsmann vor dem Fernseher.
Als Fan muss man nicht zwingend blindlings dem Klub folgen, nicht alles Akzeptieren. Sogar in dieser schwierigen Zeit muss und soll jeder Fan den Mut fassen, zu kritisieren.
Nein, es brauchen nicht alle der gleichen Meinung sein, genau das macht ja auch die Würze des „Fan“ da seins aus.
Den Mut gefasst zu Hinterfragen, hat als Beispiel, die FCL-Fanorganisation USL mit Ihrem Unmut über den damaligen Stand im Aktionariat mit Hilfe eines Stelzblog.
 
Es soll und darf doch kein Wettbewerb sein, wer ein „besserer“ Fan ist und ab wann man sich als Fan bezeichnen darf. Jeder und Jede, hat doch (S)ein Recht auf eine Niederlage des FCL zu Tippen wenn dies Seine, oder Ihre Meinung ist, ohne gleich diffamiert zu werden.
 
Der FCL bezeichnet sich und seine Fans als Familie. Als Freunde. Der Freund, mit dem man viele gemeinsame Stunden teilt und geteilt hat. Freunde schätzen es gelobt zu werden, aber sind auch froh um ehrliche konstruktive Kritik. Freunde und Familien nehmen es nicht übel wenn jemand mal schlechte Laune hat. Versuchen wir doch in diesen Zeiten wieder vermehrt Freunde/Fans zu sein. Genau das Verbindet uns doch. Genau das braucht der FC Luzern.
 
„Diese Schubladisierung der Fans geht mir sowas von auf den Sack“.

]]>

Wed, 07 Apr 2021 07:08:09 GMT

https://tackling.tv/blog/vision-21

Picture

Was wurde aus der Vision 21?
 
Vor etwa zwei Wochen stellte Stefan Wolf den neuen Leitsatz „Zäme för de FCL“ vor. Gleichzeitig erwähnte er, dass er mit dem Verwaltungsrat eine „Gesamtstrategie 2025“ aufstellen möchte. Da habe ich mich doch glatt gefragt: Wie ging es eigentlich mit der Vision 21 weiter, die damals noch von Marcel Kälin und Philipp Studhalter vorgestellt wurde? Also habe ich in meinem Keller in der hintersten Ecke die Kartonschachtel hervorgekramt, die seit dem letzten Umzug nicht angefasst wurde, und habe das blaue Büchlein hervorgeholt …

Die Sache mit den Pokalen
Die Vision, die damals vorgestellt wurde, hiess „Wir wollen Pokale gewinnen und Fussballfeste feiern“. Dieser Satz wurde den Verantwortlichen danach noch ein paar Mal medial und in Fanforen um die Ohren gehauen. Der FCL wurde weder Meister noch Cupsieger, und von internationalen Silberwaren wagt wohl nicht mal der kühnste Fan zu träumen. Sollten wir diesen Punkt also als „nicht erfüllt“ abhacken?
Nicht ganz. Kälin, Studhalter und Sieber haben damals immer erwähnt, dass mit „Pokale gewinnen“ nicht unbedingt die Eisenwaren für die Clubvitrine gemeint sind (obwohl dazu wohl niemand Nein gesagt hätte). Vielmehr stehe der „Pokal“ als Synonym für ein gutes Spiel, eine erfolgreiche Vertragsverhandlung im Marketing oder eine gute schulische Note bei einem Jugendspieler, wie die drei mehrmals erklärten.
Ausserdem – und das ist etwas spitzfindig, ich weiss – haben die Protagonisten nie von der ersten Mannschaft gesprochen. Im Frühling 2019 konnten zum Beispiel die U16 den Schweizer-Meister-Titel gewinnen, die U15 sogar das Double, nachdem dieses Team im Jahr davor bereits Cupsieger wurde.
Und Fussballfeste, ja, da gab es einige Last-Minute-Siege (wer erinnert sich noch an dieses eine Tor gegen Zürich in der 93. Minute von Grether ins Lattenkreuz), überzeugende Siege (4:0 im Cup gegen YB), aber auch weniger Erfreuliches wie der Platzsturm der GC-Fans.

Missionieren?
Die Grundsätze der Mission waren „Wir sind volksnah und identifizieren uns mit der Innerschweiz“, „Wir leisten ehrliche Arbeit und bieten ein echtes Fussball-Erlebnis“, „Wir helfen einander und stehen füreinander ein – gemeinsam gehen wir unseren Weg“, „Wir sind Persönlichkeiten mit einer Gewinner-Mentalität. Diese FCL-Kultur ist überall greifbar, auf und neben dem Fussballplatz“ und „Wir machen Fans, Mitarbeiter, Spieler und Partner zu überzeugten FCL-Botschaftern“.
Vielleicht wäre es anders gekommen, hätte Kälin nicht seinen Hut nehmen müssen. Aber bei Stefan Wolf hat man bereits jetzt, nach etwa 6 Wochen im Amt, das Gefühl, dass er volksnäher ist, als es Studhalter war – und das trotz des fehlenden Eindruckes von Stadionbesuchen.
Im Nachhinein sind Sätze wie „ehrliche Arbeit“, „füreinander einstehen“ oder „gemeinsam gehen wir unseren Weg“ einerseits schöne Floskeln – andererseits auch sehr zynisch, wenn man an die zeitweise Schlammschlacht im Verwaltungsrat (Privatdetektive) oder personelle Entscheide (fehlende Wertschätzung bei Seoane oder Babbels Evaluation ohne ihn) zurückdenkt.

Den Fokus legen
Unter anderem wurde damals als Fokuspunkt ein „ehrlicher und offensiver Fussball“ als Ziel gesetzt. Mit mehreren Europacup-Teilnahmen und wenig Abstiegsangst ist dies, trotz „Lohnbudget in der Grössenordnung des FC Thun“ (O-Ton Studhalter, mehrmals) gut gelungen, würde ich sagen.
Ein weiterer Punkt war die Förderung talentierter und junger Fussballer. Das ist sicher ein Punkt, den man als „Erfüllt“ bezeichnen kann: Spieler wie Omlin, Vargas oder Males konnten für gutes Geld verkauft werden, und auch andere Protagonisten (Voca, Kryeziu oder auch ein zugekaufter Margiotta) konnten, trotz geldmässig geringem oder gar keinem Ertrag für den FCL, gut weiterentwickelt werden. Klar, die Entwicklung dieser Spieler begann schon lange vor Kälin und Studhalter, aber für den letzten Schritt waren schlussendlich immer noch sie verantwortlich. Das zieht sich bis ins aktuelle Kader, wo Knezevic und Sidler zum Beispiel Stammkräfte sind und sich mehrere junge Spieler Hoffnung auf mehr Einsatzzeit machen können.
Ebenfalls erwähnt wurde damals, dass ehemalige Spieler in verschiedenen Rollen auf und neben dem Spielfeld integriert werden sollen. Unschwer zu erkennen, dass auch hier die richtigen Schlüsse gezogen wurden: Wolf, M. Schneuwly, Lustenberger, oder Renggli waren oder sind in teilweise tragenden Rollen tätig. Zibung soll sich angeblich fürs Marketing interessieren und Schwegler übernimmt ab Sommer die U14-Mannschaft.

Die Füsse fest auf dem Boden
Diese Vision, Mission und die Fokuspunkte sollten mit drei Kernwerten erreicht werden. Auch hier werfen die Querelen mit gewissen Personen im Verwaltungsrat, mit Spielern, aber auch mit Trainern/Sportchefs ein schiefes Licht auf diesen Kernwert. „Stabilität und Kontinuität“. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich habe mir in den letzten 5 Jahren mehrmals gedacht, wie lange es schon verhältnismässig ruhig sei um den FCL und dass ja dann bald der nächste Knall kommen würde. Demut und Respekt? Auch hier, Babbel, Seoane und Personen aus dem Verwaltungsrat würden sicher widersprechen.
Auch der nächste Kernwert „gewinnend“ ist nur teilweise erfüllt. Finanziell konnte man sich nie des strukturellen Defizites entledigen. Sportlich hat man sicher einige gute Spieler nach Luzern geholt, andererseits aber auch wieder welche viel zu billig ziehen lassen (müssen). Namen dazu sind zum Beispiel Juric, Margiotta, Eleke, Voca oder Kryeziu.
Gewinnend war aus meiner Sicht die Arbeit mit den Fans, auch wenn es hier sicher ab und zu Vorstellungen auf der gegenüberliegenden Seite des Spektrums gab. Bei anderen Partnern, wie zum Beispiel die Medien (und damit sei vor allem die LZ gemeint), konnte man ausserdem gewinnend eingreifen und die Kommunikation in den letzten 12 Monaten merklich verbessern. Internas werden nicht mehr so schnell nach aussen getragen.
Zum Kernwert „agil“ kommt mir leider nur in den Sinn, wie Remo Meyer immer – ganz agil – kurz vor Ende des Transferfensters wieder eine Neuverpflichtung aus dem Hut gezaubert hat. Das war tatsächlich allererste Sahne, was er mit den finanziell doch bescheidenen Mitteln immer wieder erreicht (auf der „Kauf“-Seite).

Was bedeutet das für Wolf?
Mal schauen, was kommt, wenn Stefan Wolf dann seine Vision und Mission vorstellt. Einige Punkte wird er wohl übernehmen MÜSSEN, wie zum Beispiel ein Setzen auf die Karte der Jugendausbildung. Andere Anzeichen, wie zum Beispiel die Integration mit den Fans oder die Kommunikation nach aussen, scheint sich ebenfalls bereits verbessert zu haben. Ich bin frohen Mutes, dass es gut kommt.
Es kommt ja nicht immer so, wie man das erwartet – schliesslich hat vor zwei Jahren auch niemand geahnt, dass wir im 2020/21 die Spiele grösstenteils vor dem Fernseher und nicht im Stadion verfolgen.

]]>

Tue, 16 Mar 2021 16:06:14 GMT

https://tackling.tv/blog/fan-blog

Picture

Aktionärsstreit gelöst, neuer Präsident – und noch viel mehr
 
Endlich – endlich schaffe ich es auch mal, mein Debut für den Tackling.tv-Blog zu geben! 😊 Ich hoffe auf konstruktive Feedbacks, eure Sicht der Dinge und vielleicht den einen oder anderen Punkt in meinen Ausführungen, den Ihr vielleicht noch nicht im Blickwinkel hattet. Los geht’s …
Endlich – alle FCL-Fans haben wohl aufgeatmet, als im Februar die Beilegung des Aktionärsstreits verkündet wurde. Gleichzeitig haben sich wohl viele die Augen gerieben, als mit Stefan Wolf quasi ein St. Galler FCL-Präsident wurde. Aber es ist noch viel mehr passiert in diesen Tagen. Und ein paar offene Fragen bleiben.
 
Aktionärsstreit:
Endlich – der Aktionärsstreit konnte beigelegt werden. Die Triple-S-Gruppe Sawiris, Schmid und Sieber zogen sich zurück. Die Aktien sollen wohl an einen neuen Investor weiterverkauft werden. Man kann sich aber fragen: Warum konnte eine solch einfache und in gewisser Weise auch offensichtliche Lösung nicht schon früher gefunden werden?
Doch was passiert jetzt mit den Aktien der Triple-S-Gruppe? Es war ihnen wohl wichtig, dass Alpstaeg nicht die gleiche Nummer wie bei Stierlis Aktien abzieht und sich diese irgendwann an den Nagel reist. Darum sind die Aktien wohl an Bieri verkauft worden.
Es gilt anzumerken, dass die drei Sawiris, Schmid und Sieber insgesamt gemäss LZ 16.2 Mio Franken in den FCL gesteckt haben und jetzt nur 300‘000 Franken zurückbekommen. Man kann annehmen, dass Alpstaeg wohl in etwa gleich viel oder gar noch etwas mehr in den Verein investiert haben. Die Stimmen unter den Fans, die schon seit Jahren von Alpstaeg fordern, dass er sein Portemonnaie öffnet, sollten diesen Umstand in Zukunft ebenfalls in ihre Beurteilung miteinbeziehen.
 
Präsident:
Endlich? Bei einigen Fans hatte Philipp Studhalter keinen guten Stand. Allgemein wurde der Führung immer wieder vorgeworfen, dass zu wenig Fachkompetenz vorhanden war. Das hat sich nun geändert.
Jedoch werden sich viele Fans gedacht haben: Stefan Wolf, ein St. Galler? Ja, weil etwas Besseres dem FCL fast nicht hätte passieren können. Er hat sich viele Jahre für den FCL auf dem Spielfeld zerrissen. Den Fussball und seine Mechanismen kennt er offensichtlich gut. Ausserdem ist er im Kanton Luzern aufgewachsen.
Aber auch seine fachlichen Kompetenzen auf wirtschaftlicher Seite sind vorhanden: Er hat mehrere Unternehmen geleitet und weiss somit, wie ein KMU funktioniert. Eine dieser KMU war ein Werbeunternehmen. Wolf weiss also, wie er mit der Öffentlichkeit und somit mit den Medien umgehen muss. Ausserdem konnte er in St. Gallen bei einem Fussballverein dazulernen, der dem FCL gar nicht so unähnlich ist. Vielleicht werde ich dazu auch mal einen Blogbeitrag schreiben. 😊
Die ersten Anzeichen von Wolf als Präsident sind positiv: Ich kann mich nicht erinnern, Studhalter bei jedem Spiel auf der Tribüne gesehen zu haben. Genau wie Hüppi im Nord-Osten der Schweiz zeigt sich auch Wolf nie ohne Fanschal. Das hier die Medien noch nie von einer Kopie Hüppis gesprochen haben, ist fast schon ein Wunder. 😉
Was ich mich aber frage: war diese Präsidentenrochade am Ende vielleicht Bedingung, dass die Triple-S-Gruppe die Aktien verkauft hat? Ich habe zwar keine Indizien, aber vorstellen könnt ich mir es schon. Schliesslich war Studhalter ja zuerst der Vertreter von Alpstaeg im Verwaltungsrat. Vielleicht wollte die Triple-S-Gruppe so eine Machtballung im Verwaltungsrat zugunsten von Alpstaeg verhindern, da er, mit Studhalters Hilfe, zwei VR-Stimmen gehabt hätte?
 
Frau im VR:
Endlich – endlich bekommt auch der FCL mit, dass wir im 21. Jahrhundert sind und Frauen in Führungspositionen durchaus erfolgreich sein können. Ich habe mich hier gefragt: Könnte es sein, dass der Sitz bereits für die Tochter von Alpstaeg reserviert ist? Alpstaeg hat ja immer gesagt, dass er nur wegen ihr beim FCL eingestiegen ist. Es wäre also irgendwie naheliegend. Indizien zu Kandidatinnen für diesen Posten gibt es keine.
 
Kommunikation:
Endlich – Auch in Sachen Kommunikation scheint sich der FCL gefangen zu haben. Vorbei scheinen die Zeiten, als Internas mehr oder weniger direkt aus der Kabine oder dem Sitzungszimmer in der Zeitung standen. Seit den Detektiv-Meldungen in Zusammenhang mit dem Verwaltungsrat gab es keine Wortmeldungen mehr. Sogar Alpstaeg hält sich nun mehr zurück, wenn ein Journalist anruft. Gut so. Hier scheint man also dazugelernt zu haben in den letzten Jahren.
 
Fazit:
Endlich – es scheint vorwärts zu gehen mit der Führung des FCL. Hoffen wir, dass dies ein erster Schritt von vielen weiteren in die richtige Richtung war.
 
 
Alex Schüpbach

]]>

Mon, 15 Feb 2021 07:34:55 GMT

https://tackling.tv/blog/luzern-vaduz

Picture

FC Luzern – FC Vaduz, 14.02.2021. Spielbericht von Philipp Schnyder
 
4:0 – Luzern hat gute Laune!
 
Als Fanblogger darf ich ja ehrlich sein: Gegen Vaduz spielen macht nicht wirklich Spass. Alles andere als gewinnen ist eine Enttäuschung. Eigentlich möchte man gar nicht gegen Vaduz spielen – und dann scheinen es auch noch ständig 6-Punkte-Spiele gegen den Abstieg zu sein. Immerhin: Heute ist der Rasen wieder grün, die Sonne scheint und Feyenoord-Leihgabe Jordi Wehrmann gibt sein Superleague-Startelf-Debüt im FCL-Dress.
 
Nachdem das Spiel beginnt, passiert erst mal lange so ziemlich gar nichts – oder wie Pascal Schürpf in der Pause sagen wird: «Ein Knorz-Match». Das Geknorze dauert bis zur 23. Minute, als Sorgic und Schaub den Ex-Luzerner Gajic unter Druck setzen und Ball erobern. Schaub passt quer auf Schürpf und dieser schiesst entschlossen das 1:0!
Keine zehn Minuten später: Auch der zweite Schuss aufs Vaduzer Tor geht ins Tor!  Diesmal heisst die ballsichere Kombination Schürpf-Schaub-Urgrinic, der den Ball gefühlvoll quer durch den Strafraum in die Torecke zirkelt. Und ehrlich – jetzt fehlt mir das Jubelgebrüll der Fans!
 
Eine 2:0-Pausenführung ist immer etwas gefährlich: Die Spieler fühlen sich oft etwas zu sicher und entspannen ein Quentchen. Zudem ist der verwarnte FCL-Mittelfeldspieler Grether rot-gefährdet. Coach Celestini macht aber das richtige: Er behält Grether in der Kabine und schickt Ndiaye aufs Feld. Der Stürmer ist kopfball- und konterstark, sich aber auch nicht zu schade, hinten mit zu rackern. Genau die richtige Wahl für diese Spielsituation.
 
Die zweite Halbzeit beginnt mit einer Druckphase der Vaduzer, während die verduzten Luzerner gelbe Karten sammeln. Die einzig wirklich gefährliche Situation kann Goalie Müller jedoch mit einem Fussreflex entschärfen.
Nach zehn Minuten übernimmt der FCL aber wieder das Spieldiktat. In der 59. Minute kommt FCL Youngster Emini für Wehrmann. Kurz darauf schiesst Emini einen Freistoss, Schürpf übernimmt im Vaduzer Strafraum und legt für Sorgic auf, der den Ball ins Netz haut – 8. Treffer für den FCL-Goalgetter!
 
Nach 78 Minuten wagt Tasar – eingewechselt für Sorgic – einen Weitschuss. Der holpert an den Pfosten und von dort vor die Füsse des hellwachen Ndiaye, der ihn nur noch über die Torlinie schieben muss. 4:0!
In der 82. Minute darf Schürpf vom Feld – er hätte sich auch heute wieder einen lauten Szenenapplaus der Fans verdient.
 
Fazit: Luzern effizient, Vaduz furchtbar harmlos. Und ehrlich gesagt: so ein 4:0 macht schon etwas Spass!
en.

]]>

Sun, 07 Feb 2021 23:00:00 GMT

https://tackling.tv/blog/matchbericht-blog

Picture

Servette FC – FC Luzern, 7.2.21, 16:00 Uhr
 
Vor dem Match meldeten sich zwei Vorgänger von FCL-Coach Fabio Celestini im Blick-TV zu Wort: Während der «Birchermüesli-Trainer» (Bernhard Alpstaeg über Markus Babbel) im Interview überaus freundlich blieb, betonte René Weiler vor allem eines: Beim FCL herrsche der Durchschnitt. Nur der Sportchef (darüber) und die Trainingsplätze (darunter) sind gemäss dem Ehrgeizling Weiler nicht durchschnittlich. (hier der Link)
 
Überdurchschnittlich war beim «Hinspiel» am letzten Donnerstag die Chancenauswertung des FCL: jeder Schuss aufs Tor ging auch ins Tor.
 
Und so geht’s beim «Rückspiel» gleich weiter: Der zweite FCL-Abschluss findet den Weg ins Tor! Geschickt sucht sich Louis Schaub die Lücke nach einem Ugrinic-Pass von der Grundlinie. Die Freude dauert nur gerade mal 3 Minuten – bis zum Ausgleich der Genfer, die ebenfalls mit dem zweiten Angriff ihr erstes Tor erzielen. Und im gleichen Stil geht’s weiter: zwei Chancen später führen die Genfer 2:1, weil es FCL-Verteidiger Marco Bürki nicht gelingt, den Genfer Stürmer Kyei am Schuss zu hindern.
 
Den nächsten harten Pass von Schaub versorgt Sorgic mit dem Oberarm im Genfer Tor – aber das Tor zählt zu Recht nicht. In den nächsten Minuten wird gekämpft. Und gebrüllt – auch von der Seitenlinie durch Ersatz-Goalie Zibung, der vom Schiedsrichter mit einer gelben Karte zurück auf die Bank geschickt wird.
 
2:1 in der Pause und ein Interview von Servette-Sportchef Philippe Senderos, der von einem «stabilen Club» träumt.
 
Die zweite Hälfte startet wie die erste endet: mit Kämpfen, Brüllen und gelben Karten. In der 55. Minuten dann unerwartet die Vorentscheidung: Freistoss, Kopfball, 3:1 für Servette. Die Luzerner kämpfen und brüllen zwar weiter, aber spielen zu ungenau, um gefährlich zu werden. So bleibt Servette spielbestimmend. Celestini bringt erst nach Minuten neue Kräfte: der offensive Tasar für Bürki, Sidler für Schwegler und der schnelle Ndiaye für Ugrinic.
 
Und was tun die Genfer? Sie spielen Flipperkasten mit den Luzerner und kombinieren locker das 4:1 ins Luzerner Tor. Celestini wechselt nochmals in der Defensive: Burch und Balaruban für Sorgic und Schaub. Damit bekommen die beiden Jungtalente wichtige Spielpraxis.
 
Aber Reagieren tut vor allem einer: Marvin Schulz rettet zuerst auf der eigenen Torlinie und schiesst dann auf der Gegenseite einen fadengraden Sonntagstreffer: 4:2. Da nützen leider auch zwei weitere Aktionen nichts: Ndiaye erzielt ein Abseitstor und Schulz knallt den Ball an den Pfosten.
 
Es bleibt trotz guter Schlussphase des FCL dabei: Der Servette FC gewinnt verdient und über weite Strecken ungefährdet 4:2.
 
FCL-Fazit gegen Servette in einer englischen Woche: 2 Partien, 5 Tore geschossen, 4 Tore kassiert, 3 Punkte gewonnen, 3 Punkte verloren. Das ist durchschnittlich.

]]>

Tue, 26 Jan 2021 23:06:33 GMT

https://tackling.tv/blog/mein-senf-dazu-der-tackling-blog

Picture

Die verlorenen Söhne aus den Top-Ligen Europas.

Die Medaille hat immer zwei Seiten.

Der FC Zürich holte gerade seinen Meistermacher Blerim Dzemaili zurück (Vorher China nicht Europa). Beim 4:1 Auswärtssieg in Basel stand der mittlerweile 35 Jährige bis zur 73‘ auf dem Feld. Seine Ausbeute nach 13 Monaten ohne Ernstkampf?
1 Tor eingeleitet und 1 Assist.
Beim FC Basel kamen beispielsweise ein Marco Streller oder Valentin Stocker zurück aus ihren Auslandabenteuern und wurden wieder erfolgreich in das Teamgefüge integriert.
Dem Ruf wieder für seinen Herzensverein zu spielen, dem folgte ebenfalls ein Tranquillo Barnetta für den FC St.Gallen.
 
Warum schaffte es denn der FC Luzern nicht, seine „verlorenen Söhne“ zurück zu holen?
 
Mit Fabian Lustenberger (YB) und Pirmin Schwegler (Karriereende) hätten gleich zwei Spieler mit FCL-Wurzeln sich zu lebenden „Luzerner“ Legenden gemacht.
Bei allem nur erdenklichen Respekt für Christian Schwegler, ich zähle die Österreichische Bundesliga einfach nicht zu den Top-Ligen wie es beispielsweise die deutsche Bundesliga ist. 
 
Blerim Dzemaili sagte kürzlich in einem Interview: „Wenn du 15 Jahre in den Top-Ligen Europas verbracht hast, und des Geldes wegen zurück in die Schweiz kommst um Fussball zu spielen, dann hast Du sehr viel falsch gemacht.“
Also sei doch die Frage erlaubt, weswegen schaffte man es nicht Fabian Lustenberger nach Luzern zu Lotsen?
Als Profisportler, so kann ich es mir vorstellen, willst Du Titel gewinnen. Ja, da hast Du mit YB in der Schweiz die besten Voraussetzungen. Dennoch muss ich mir die Frage stellen, sind Titel in diesem Falle wichtiger als ein Legendenstatus? So wichtig, dass man lieber eine fussballverrückte Region wie Luzern enttäuscht zurück lässt?
 
Für Christian Schwegler wäre der Traum gross gewesen, noch einmal gemeinsam mit seinem Bruder Pirmin für den FCL auf dem Platz stehen zu dürfen. Dieser Entschied sich jedoch gegen den FCL und ging nach Australien und beendete danach seine Karriere.
Was kann denn so schlecht an Luzern und dem FCL sein? Liegt es vielleicht gar nicht an den Spielern selbst? Vielleicht eher an der fehlenden Wertschätzung?

Nun ja, mit Dejan Sorgic kehrte wohl doch noch ein verlorener Sohn zurück, aber ob die Ligue 2 (FRA) auch zu einer Top Liga gehört bezweifle ich. Ob dieser Wechsel auch zustande gekommen wäre, hätte Margiotta nicht seine hässliche Fratze gezeigt? Sind natürlich alles nur Spekulationen.

 
Aber drehen wir doch auch mal den Spiess um.

Woher nehmen sich eigentlich die gestandenen Spieler das „Recht“ um am Ende ihrer Karriere, beim ehemaligen Verein einen Platz zu ergattern? Mit einer Selbstverständlichkeit hört man von den Sportlern: „Wäre ein Traum am Ende meiner Karriere nochmals……“ und erwarten auch ohne mit der Wimper zu Zucken dass dies auch klappen wird. „Möchte etwas zurück geben“ ist eine weitere Floskel, die weit verbreitet scheint.
 
Vielleicht bricht ja der FCL „absichtlich“ mit dieser Tradition, um das eigene Konzept nicht in Gefahr zu bringen? Die jungen Spieler fördern, um auf höchstem Niveau den nächsten Schritt zu machen. Wäre es dann Sinnvoll, als Beispiel, einen Fabian Lustenberger vor die Nase von einem vielversprechenden Talent wie Marco Burch zu setzen? Die Routine sollte schon spür und erkennbar sein in einer Mannschaft, doch wenn sich die Positionen einfach nicht ergeben sollten für einen Rückkehrer, weil sie schon passend besetzt sind oder ein Überangebot herrscht, muss man Ihn doch nicht zwingend auf die Lohnliste nehmen. (Die Verletzungssorgen im höheren Fussballalter blenden wir da mal aus.)
 
Nein als Luzerner muss man sicherlich nicht neidisch sein, wenn die anderen Klubs einen verlorenen Sohn zurück holen. Vielleicht ein wenig enttäuscht über den Entscheid des ehemaligen Spielers.
 
Aber, wer weiss, vielleicht spielen in Zukunft doch wieder ein Omlin, Vargas, Males und vielleicht sogar ein Freuler (zwar keine FCL-Jugend ;-) ) zur selben Zeit im Team vom FCL. Da würde ich sicherlich auch nicht nein sagen. 

]]>